Um zu zeigen, wie Holz vor 200 Jahren geliefert wurde, hat die Gemeinde Lemberg zusammen mit dem zuständigen Forstamt die historische Flößeinrichtung im Storrbachtal freigelegt und saniert. Der Triftkanal “Storrbachtal” wurde von 1835 - 1838 gebaut. Hier flößte man Langholz bis nach Kaltenbach. Die letzte Trift erfolgte schon 1863. Heute ist dort die Technik des Triftens anschaulich dargestellt. Die Hinweistafeln, vor allem an den Klaußen und Rumpeln informieren darüber umfassend. 

Wir beginnen diese kulturträchtige Wanderung beim Parkplatz unterhalb der Burgruine Lemberg, gehen durch den Hohlweg, vorbei am Aufgang zur Burgruine die Straße hinab bis zum hinteren Ende des Friedhofes. Dort treffen wir auf den gelben Balken, wandern auf bequemem Weg zum Klosterbrunnen.



                                                       Schutzhütte am Klosterbrunnen                                                                                     Schutzhütte am  Klosterbrunnen

Hier hat der Pfälzerwaldverein eine Schutzhütte errichtet. Bei den Grabungsarbeiten wurden Keramikscherben älteren Ursprungs und Reste eines Ringwalles gefunden. Der Brunnen auf der Tallichtung heißt seit jeher Klosterbrunnen. Man darf annehmen, daß hier ein Kloster gestanden hat. Die Nähe zu den Klöstern Stürzelbronn und Hornbach läßt diesen Schluß zu. Ebenso wären natürlich Gebäude zum Schutz der in der Nähe verlaufenden Salzstraße denkbar.

Am Klosterbrunnen treffen wir auf die Markierung grünes Dreieck. Dieser folgen wir, überqueren die Landstraße, kommen durch den Wald zunächst ins Buchbachtal. Noch einmal geht es hier über die Straße und dann ein kleines Stück zurück. Dann nach rechts über eine Brücke ins “Storrbachtal”. Am Eingang sehen wir schon die erste Hinweistafel zur Flößeinrichtung. Die befestigte Forststraße führt vorbei an Wochenendgrundstücken und Fischweihern. Wir gehen mit dem grünen Dreieck, vorbei am Ritterstein, der hier an den untergegangenen Storrwooghof erinnert. 500 m nach dem Stein beginnt die Flößeinrichtung. Wir folgen dem Bachlauf, kommen über eine Schutzhütte zum Melkerplätzler Weiher. Hier begann früher die Holztrift. Jetzt gehen wir die ausgebaute Forststraße wieder zurück und treffen nach etwa 3 km auf die Markierung gelb/roter Balken. Diese Markierung führt uns am Ritterstein nach links von der Straße weg und bringt uns über den “Schulpfad” nach Langmühle, einem Ortsteil von Lemberg. Die Kinder des “Wolfsägerhofes” benutzten den Pfad als Schulweg-Strecke auf einer Länge von 15 km. In der Ortsmitte, bei der früheren Schule gehen wir mit dem gelb/roten Balken die Straße “In der Lützlang” hoch, dann über einen Pfad bergan.

Laubbrunnen
                                                            Laubbrunnen                                                                                            Winterimpression Laubbrunnen

Nach 2 km kommen wir an den Sportplatz des SV Lemberg, dann vorbei am Laubbrunnen und gehen durch den Ort, über Laubbrunner- und Glashütter Straße bergauf, vorbei an der Kirche und erreichen so wieder unseren Ausgangspunkt unterhalb der Burgruine.
 
Wanderstrecke: 17 km
 
Gehzeit: 5 Std.
 
Steigungen: 250 m
 
Start und Ziel: Parkplatz Burgruine Lemberg
 
Wanderzeichen: grünes Dreieck, gelber Balken, gelb/roter Balken
 
Ausrüstung: feste Schuhe, leichte Wanderbekleidung
 
Einkehrmöglichkeiten:
Landgasthof Grafenfels in Langmühle;
Rudolf-Keller-
Haus des Alpenvereins in Langmühle
Gastronomie in Lemberg